Marktreport-Archiv · eingefrorener Stand vom 01.10.2026

Dies ist der eingefrorene Stand vom 01.10.2026 — gedacht als dauerhaft zitierbare Referenz. Die laufend aktualisierten Zahlen stehen im aktuellen Marktreport.

Der deutsche Nachfolgemarkt in Zahlen

Wie viele Unternehmen stehen in Deutschland gerade zum Verkauf — und welche? Diese Auswertung beruht auf 14.239 aktiven Verkaufsinseraten, die wir täglich über die großen deutschen Unternehmensbörsen hinweg erfassen.

14.239Unternehmen zum Verkauf
2.268Kaufgesuche
6,1 Mrd. €Umsatz aggregiert
27.057Arbeitsplätze

Umsatz- und Beschäftigtensummen beziehen sich auf die 1.930 bzw. 1.577 Inserate mit bezifferten Angaben; die tatsächlichen Werte liegen entsprechend höher.

Der Markt ist ein Kleinunternehmer-Markt

Die verbreitete Vorstellung vom Nachfolgemarkt ist die des gestandenen Mittelständlers mit dreistelliger Mitarbeiterzahl. Die Inserate zeichnen ein anderes Bild: 34 % der Unternehmen mit Umsatzangabe liegen unter 250.000 € Jahresumsatz, 62 % der Betriebe mit Beschäftigtenangabe haben höchstens fünf Mitarbeiter. Der typische Übernahmekandidat in Deutschland ist der Handwerksbetrieb, das Restaurant, die Praxis — nicht die Maschinenbaufabrik.

Umsatzgrößen

bis 50 Tsd. €
5396,1 %
50 – 250 Tsd. €
2.50328,2 %
250 – 500 Tsd. €
1.37515,5 %
500 Tsd. – 2,5 Mio. €
3.06934,6 %
über 2,5 Mio. €
1.38215,6 %

8.868 von 14.239 Inseraten mit Umsatzangabe

Betriebsgrößen nach Beschäftigten

bis 5
5.71862,3 %
6 – 10
1.53216,7 %
11 – 20
1.08111,8 %
21 – 50
6397 %
über 50
2012,2 %

9.171 von 14.239 Inseraten mit Beschäftigtenangabe

Klein heißt nicht unrentabel: Bei den 1.418 Inseraten mit bezifferten Ertragszahlen liegt die Median-Umsatzrendite bei 13 %. Zum Verkauf stehen überwiegend gesunde Betriebe — verkauft wird wegen fehlender Nachfolge, nicht wegen fehlender Gewinne.

Welche Branchen suchen Nachfolger?

Die Verteilung folgt der Struktur des deutschen Mittelstands — und der Altersstruktur seiner Inhaber. Jede Branche ist verlinkt und führt zu den aktuellen Angeboten. Prozentwerte beziehen sich auf alle 14.239 Inserate; Angebote ohne eindeutige Branchenzuordnung sind nicht dargestellt.

2.21615,6 %
Handwerk
2.20015,5 %
Dienstleistung
2.09214,7 %
Gastronomie & Hotel
5173,6 %
Gastgewerbe
4643,3 %
Verarbeitendes Gewerbe
4363,1 %
Industrie & Produktion
3372,4 %
Baugewerbe
3252,3 %
Freizeit & Wellness
2802 %
sonstige Branchen
2381,7 %
Transport & Logistik
1991,4 %
Immobilien & Bauwesen
1991,4 %

Wo stehen die Unternehmen?

In absoluten Zahlen führen die bevölkerungsreichen Länder — wenig überraschend. Interessanter ist die Angebotsdichte weiter unten.

1.2358,7 %
5814,1 %
4202,9 %
3532,5 %
2361,7 %
2261,6 %
2211,6 %
1080,8 %
630,4 %

Angebotsdichte: Inserate je 100.000 Einwohner

Erst der Einwohnerbezug macht die Länder vergleichbar. Er zeigt, wo das Angebot im Verhältnis zur Wirtschaftskraft besonders dicht ist — und damit, wo Käufer die größte Auswahl pro Kopf finden.

Bundeslandje 100 Tsd. Einw.
1Baden-Württemberg12,6
2Hamburg12,4
3Schleswig-Holstein12
4Saarland10,9
5Nordrhein-Westfalen10,5
6Thüringen10,5
7Sachsen10,2
8Berlin9,3
9Bremen9,3
10Bayern9,2
11Hessen9,1
12Brandenburg8,7
13Niedersachsen8,5
14Rheinland-Pfalz8,5
15Sachsen-Anhalt7,5
16Mecklenburg-Vorpommern7,1

Einwohnerzahlen: Statistisches Bundesamt, Stand 2024.

Was kostet ein Unternehmen?

Von den 1.049 Inseraten mit offen genanntem Kaufpreis liegt die Hälfte zwischen 80.000 € und 500.000 €; der Median beträgt 120.000 €. Ein bestehendes Unternehmen ist damit für viele erschwinglicher als eine Immobilie — und anders als diese bringt es Einkommen mit.

Angebotspreis im Verhältnis zum Umsatz

Über 852 Inserate hinweg werden Unternehmen im Median zum 0,57-fachen Jahresumsatz angeboten — mit großen Branchenunterschieden:

BrancheInserateMedian Preis/Umsatz
Dienstleistung1710,57×
Handel730,38×
Handwerk680,4×
Industrie580,57×
Gastronomie & Hotel530,53×
Einzelhandel Non-Food510,67×
Baugewerbe420,57×
Onlinehandel300,57×
Großhandel Konsumgütern290,57×
Industrie & Produktion281,2×
IT-Branche272×
Freizeit251,33×

Basis sind Angebotspreise (nicht Abschlüsse); Umsätze teils aus Spannenmitten. Software- und wiederkehrende Geschäftsmodelle erzielen deutlich höhere Faktoren als Handel oder Transport.

Angebot trifft Nachfrage: 2.268 Kaufgesuche

Den Angeboten stehen aktive Kaufgesuche gegenüber — Käufer, Nachfolger und Investoren, die gezielt suchen. Das Verhältnis zeigt, wo Verkäufer gute Karten haben und wo Käufer aus dem Vollen schöpfen:

BrancheAngeboteGesucheAngebote je Gesuch
Handel2.21610720,7
Handwerk2.2004554,8
Dienstleistung2.0923017
Gastronomie & Hotel5170—
Gastgewerbe464578,1
Verarbeitendes Gewerbe4362351,9
Industrie & Produktion3370—
Baugewerbe3251152,8
Freizeit & Wellness2800—
sonstige Branchen2380—

Je niedriger der Wert, desto umkämpfter die Branche aus Käufersicht. Alle Gesuche unter nachfolgescreener.de/gesuche.

Wie lange stehen Unternehmen zum Verkauf?

Von den Inseraten mit erkennbarem Einstelldatum sind 74 % länger als 90 Tage am Markt, 597 kamen in den letzten 30 Tagen neu hinzu. Ein Unternehmensverkauf ist kein Sofortgeschäft: Wer als Verkäufer plant, sollte mit Monaten rechnen — wer als Käufer sucht, findet auch in älteren Inseraten oft verhandlungsbereite Anbieter.

BrancheInserateMedian Marktzeitälter als 180 Tage
Handwerk1.629213 Tage58 %
Handel1.221157 Tage45 %
Dienstleistung916160 Tage46 %
Gastgewerbe464162 Tage44 %
Verarbeitendes Gewerbe436177 Tage50 %
Baugewerbe256197 Tage56 %
Information und Kommunikation168162 Tage48 %
Gesundheits- und Sozialwesen164182 Tage50 %

Datenbasis: Inserate mit Portal-Einstelldatum. Handwerk und Bau stehen am längsten — hier treffen die meisten Übergaben auf die wenigsten Interessenten je Angebot.

Zur Methodik

Grundlage sind alle öffentlich inserierten Verkaufsangebote, die Nachfolgescreener über die großen deutschen Unternehmensbörsen hinweg täglich erfasst und dedupliziert. Ausgewertet werden ausschließlich als aktiv erkannte Inserate. Da nicht jedes Inserat Umsatz, Beschäftigte oder Preis angibt, beziehen sich die jeweiligen Auswertungen auf die Teilmenge mit Angabe — die Bezugsgröße steht an jeder Grafik. Umsatz- und Größenangaben liegen je nach Börse als Spanne oder als exakter Wert vor; für die Verteilungen wurden beide auf gemeinsame Klassen normalisiert, Spannen dabei über ihren Mittelwert eingeordnet. Die Zahlen bilden das öffentlich inserierte Angebot ab; ein erheblicher Teil der Unternehmensnachfolgen wird nie inseriert.

Alle Zahlen dieses Reports sind durchsuchbar: Filtere den kompletten Bestand nach Branche, Region, Umsatz und Betriebsgröße.

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