Due Diligence beim Unternehmenskauf: Ablauf und Checkliste
Was in der sorgfältigen Prüfung vor dem Unternehmenskauf untersucht wird — Finanzen, Recht, Steuern, Betrieb — und welche Fehler Käufer teuer bezahlen.
Due Diligence („gebotene Sorgfalt") ist die systematische Prüfung eines Unternehmens vor dem Kauf. Sie entscheidet, ob der Kaufpreis gerechtfertigt ist — und welche Risiken in den Kaufvertrag gehören.
Die wichtigsten Prüffelder
Financial Due Diligence: Jahresabschlüsse der letzten 3–5 Jahre, Qualität der Erträge (nachhaltig oder Einmaleffekte?), Working Capital, Verbindlichkeiten, Investitionsstau.
Tax Due Diligence: Steuerliche Risiken, offene Betriebsprüfungen, verdeckte Gewinnausschüttungen.
Legal Due Diligence: Verträge mit Kunden und Lieferanten (Change-of-Control-Klauseln!), Arbeitsverträge, Gesellschafterstruktur, Rechtsstreitigkeiten, Genehmigungen.
Commercial/Operational: Marktposition, Kundenkonzentration, Abhängigkeit vom Inhaber, Zustand von Maschinen und IT.
Typische Deal-Breaker bei KMU
Ein Kunde macht 40 % des Umsatzes. Der Inhaber hält alle Kundenbeziehungen persönlich. Wichtige Verträge sind mündlich. Der Jahresabschluss mischt Privates ins Betriebliche. Nichts davon muss den Kauf verhindern — aber alles gehört in Preis und Garantien eingepreist.
Praxis-Tipp
Bei kleinen Übernahmen muss die Prüfung nicht Wochen dauern und fünf Berater beschäftigen. Ein erfahrener Steuerberater plus Anwalt für den Kaufvertrag deckt bei einem Handwerksbetrieb die Kernrisiken ab. Wichtig ist die Reihenfolge: erst Vertraulichkeitserklärung (NDA), dann Zahlen, dann Detailprüfung.
Vom Wissen zur Praxis: Durchsuche alle aktiven Unternehmensverkäufe Deutschlands — kostenlos, mit Markt-Historie.
Inserate ansehen