MBI und MBO: Übernahme durch Management erklärt
Management-Buy-in und Management-Buy-out im Vergleich: Wer übernimmt, wie die Finanzierung funktioniert und für wen sich welcher Weg eignet.
MBO und MBI sind die beiden Wege, auf denen Führungskräfte Unternehmer werden — einer von innen, einer von außen.
Management-Buy-out (MBO)
Beim MBO übernehmen bestehende Führungskräfte oder Mitarbeiter das Unternehmen. Der große Vorteil: Käufer und Betrieb kennen sich, das Risiko böser Überraschungen ist gering, Kunden und Mitarbeiter erleben Kontinuität. Herausforderung ist fast immer die Finanzierung, denn das Management bringt selten den vollen Kaufpreis als Eigenkapital mit.
Management-Buy-in (MBI)
Beim MBI kauft sich eine externe Führungskraft ein — der klassische Weg für erfahrene Manager, die den Schritt in die Selbstständigkeit über eine Übernahme statt einer Neugründung gehen. MBI-Kandidaten sind auf Unternehmensbörsen die aktivste Käufergruppe. Herausforderung: Der Käufer muss Betrieb, Branche und Team erst kennenlernen — die Übergabephase mit dem Altinhaber ist entscheidend.
Finanzierung in der Praxis
Üblich ist ein Mix: 10–30 % Eigenkapital, Bankdarlehen (oft mit Bürgschaftsbank), Förderkredite wie der KfW-Unternehmerkredit oder ERP-Kapital für Gründung, dazu häufig ein Verkäuferdarlehen — der Altinhaber stundet einen Teil des Kaufpreises und signalisiert damit Vertrauen in die Zukunft des Betriebs. Auch Earn-out-Klauseln (Kaufpreis teilweise erfolgsabhängig) sind verbreitet.
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